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Feng Shui im Badezimmer: Tipps von Experten

Das Bad ist für viele von uns längst mehr als nur ein Nutzraum. Doch wie gelingt es, das Bad zu einem echten Wohlfühlort zu machen? Drei Feng-Shui-Expertinnen haben uns Tipps rund um Farbgestaltung, Möbelwahl und die Rolle des Badspiegels gegeben. Was es beim Feng Shui im Badezimmer zu beachten gibt, lesen Sie hier.

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Mit Feng Shui lässt sich das Bad als heller, freundlicher Ort gestalten. Foto: © iStock.com / piovesempre

Was ist Feng Shui?

Laut Duden versteht man darunter die chinesische Lehre der harmonischen Lebens- und Wohnraumgestaltung“. Der Name Feng Shui setzt sich aus den chinesischen Wörtern für Wind (Feng) und Wasser (Shui) zusammen; das Zusammenspiel von Wind und Wasser verweist auf die kosmische Energie, die alles durchdringt. Das taoistische Prinzip des Feng Shui berücksichtigt die gegenseitige Beeinflussung von Menschen und Umwelt und liefert Erkenntnisse, wie Harmonie zwischen beidem entstehen kann. Feng Shui wird bereits seit Jahrtausenden in China praktiziert.

Ausführlichere Informationen dazu liefert beispielsweise die Website des Feng-Shui-Verbands.

Wichtige Begriffe im Feng Shui:

  • Qi (oder Chi) kann mit „Atem“ oder „Energie“ übersetzt werden und steht für die kosmisch alles durchdringende Energie.
  • Ying-und-YangYin und Yang: Sie sind in der chinesischen Philosophie die beiden Grundprinzipien der Schöpfung und verkörpern Gegensätze wie dunkel – hell, weiblich – männlich usw. Sie befinden sich in ständigem Wandel. Von großer Bedeutung im Feng Shui ist das Gleichgewicht dieser gegensätzlichen Pole.
Buddah-Figur

Feng Shui bedeutet wörtlich übersetzt das Zusammenspiel von Wind und Wasser. Foto: © iStock.com / Wesley VanDinter

Das Badezimmer nach Feng Shui einrichten

Bei den Feng-Shui-Beraterinnen Hedwig Seipel und Jacqueline Berger sowie Margarete Gold vom Feng-Shui-Verband haben wir nachgefragt, worauf es bei der Bad-Gestaltung ankommt.

Alle drei Expertinnen betonen, dass es unmöglich sei, für Feng Shui pauschale Aussagen zu treffen. Feng Shui bezieht immer die Wohnung und die darin lebenden Menschen in ihrer Gesamtheit mit ein.

Jaqueline Berger von fengshui-entdecken.de:

Pauschale Antworten gibt es leider nicht im Feng Shui, auch wenn es oft so vermittelt wird. Es sollte auf spitze Ecken, Kanten oder auch düstere Nischen verzichtet werden und auf optimale Beleuchtung, Spiegelplatzierungen und Schränke für die Ordnung geachtet werden. Sobald es tiefer geht, braucht man einige Angaben zu den Bewohnern und der Wohnung. Aber erste kleine Wohlfühlzonen kann man bei Beachtung der pauschalen Hinweise als Einstieg bereits selbst schaffen.

Verbesserung der Raumqualität mit Feng Shui

Im klassischen Feng Shui hatte das Badezimmer noch die Bedeutung eines reinen Nutzraums, noch dazu galt die Toilette bei den alten Chinesen als Ort mit schlechter Energie. Doch heute hat sich die Rolle des Bads, nicht nur dank der verbesserten Hygieneverhältnisse, stark gewandelt.

Jacqueline Berger erklärt dazu:
„Das Badezimmer erhält bei uns einen immer größeren Stellenwert. Es wird fast schon als Wellnessbereich betrachtet. Ob beim Duschen, beim Entspannen in der Badewanne bei Kerzenschein oder eben nur bei der täglichen Körperpflege – all dies soll ja immer in einem angenehmen Umfeld passieren. Daher kann ein optimal gestaltetes Badezimmer unser Wohlbefinden erhöhen und damit verbessert es bereits unsere Lebensqualität. Denn nichts ist doch schlimmer als den Tag in einem Raum zu beginnen, der einem nicht behagt.“

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Im Bad dominiert das Yin-Element: Ein Ort des Rückzugs und der Entspannung
iStock.com/ © KatarzynaBialasiewicz

Margarete Gold ergänzt, dass Bäder als energetisch ungünstige Räume gelten – durch die vielen Öffnungen in Waschbecken, Badewanne oder Toilette kann die Energie abfließen. Abhilfe gegen diesen unerwünschten Effekt schafft man, indem man diese Öffnungen geschlossen hält.

„Das Bad ist ein Ort der Intimsphäre und sollte daher auch der Anforderung einer geschützten Umgebung gerecht werden“, sagt Gold. Sie rät dazu, die Bad-Fenster mit einem Sichtschutz (etwa Milchglas oder einem Vorhang) zu versehen, und dafür zu sorgen, dass die Bad-Tür auch verschlossen werden kann. Der Yin-Anteil, der Ruhe, Intimität und nach innen gerichtete Energie symbolisiert, sollte im Badezimmer klar vorherrschen. So wird die Raumwirkung, die auf Intimsphäre und Rückzug gerichtet ist, verstärkt.

BAD-PLANUNG MIT FENG-SHUI-BERATERN

Wer ein neues Bad plant und es nach den Prinzipien des Feng Shui einrichten will, sollte idealerweise im Vorfeld seine gesamte Wohnung analysieren lassen.
Hedwig Seipel sagt dazu: „Bautechnisch sind bei der Planung des Badezimmers so viele Vorgaben zu berücksichtigen, dass für Feng Shui kaum noch Spielraum bleibt. Welche Farben etc. verwendet werden, das hängt von jeder Wohnung individuell ab und kann nicht pauschal empfohlen werden.“

Farben im Feng-Shui-Bad

Durch die vielen Zu- und Abflüsse überwiegt im Badezimmer die Energieart Wasser. Jacqueline Berger rät daher „hier sparsam mit blauer Farbe und welligen Formen umzugehen“.
Um das Bad nach Feng Shui zu optimieren, sollte außerdem auf grelle Farben verzichtet werden. Rot, das für „Feuer“ steht, ist im wasserdominierten Badezimmer vollkommen ungeeignet.
Helle und ruhige Töne, wie Cremeweiß oder Beige, sind dagegen ideale Badfarben. Auch das Grün von Pflanzen oder Accessoires wirkt sich positiv auf das Raumklima aus: es verleiht dem Bad Frische und Harmonie.

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Ordnung halten im Bad gelingt am besten mit verschließbaren Schränken. Foto: ©iStock.com / shenor

Möbel und Formen im Feng-Shui-Badezimmer

Runde Formen wirken grundsätzlich harmonischer als eckige. In Feng-Shui-Bädern werden daher Möbelstücke und Accessoires mit abgerundeten Kanten bevorzugt. Doch auch wer in seinem Bad Möbelstücke mit spitzen Ecken und Kanten hat, kann für Ausgleich sorgen: Berger empfiehlt „Pflanzen oder kleine, leichte Windspiele“ im Bad zu integrieren.

Gleichzeitig, so betont sie, sei Ordnung von großer Bedeutung: „Lieber geschlossene Schränke als offene Regale. Hier kann man leichter Ordnung halten und negative Energie durch Chaos hat so keine Chance.“

Tipps, wie Sie den Energiefluss in Ihrem Bad positiv beeinflussen können:

  • Helle, freundliche und ruhige Farben und unaufdringliche Muster verwenden
  • Grünpflanzen verstärken das Wellness-Feeling
  • Für eine gute Beleuchtung sorgen (besonders, wenn kein Fenster vorhanden ist)
  • Bei Möbeln runde Formen bevorzugen
  • Ruhe schaffen: Kosmetika, Handtücher & Co. sollten nicht offen herumliegen
  • Statt offenen Regalen verschließbare Badschränkchen verwenden
  • Den WC-Deckel schließen, damit das Qi nicht über die Toilette abfließen kann
Feng-Shui-Badeinrichtung

Gute Beleuchtung, runde Formen und sanfte Farben sorgen für Wohlfühlatmosphäre im Bad. Grünpflanzen verleihen Frische.
© iStock.com/ egorr

FENG SHUI UND DER BADSPIEGEL

Im Feng Shui spielen Spiegel eine wichtige Rolle: sie lenken den Fluss von Qi. Gleichzeitig „verstärkt ein Spiegel jede Art von Energie, von Strahlung“, erläutert Gold.

Grundlegendes zum Spiegel im Feng Shui

Die Feng-Shui-Expertinnen erreichen regelmäßig Fragen zum Thema Spiegel. Viele Menschen lassen sich von der Thematik verunsichern. Doch Hedwig Seipel von everyday-feng-shui.de sagt ganz deutlich: „Dazu gibt es keine Regel, es sei denn, man greift in eine Hokus-Pokus-Kiste. Spiegel im Bad hat eine reine Nutzfunktion und sollte so angebracht werden, dass er diese Funktion gut erfüllt.“
Seipel hat übrigens auf ihrer Website informative Beiträge, etwa zur Wirkung des Spiegels im Feng Shui, veröffentlicht.

Auswahl und Anbringung des Spiegels

Damit der Badspiegel seinem Zweck optimal dienen kann, sollte man sich vor der Anbringung ein paar Gedanken machen. So ist es wichtig, dass man sich darin gut sehen kann und das Gesicht nicht abgeschnitten wird.

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© iStock.com / ene

Außerdem „wäre es sicherlich nicht optimal, wenn der Spiegel beim Zurechtmachen einen Blick auf die Toilettenschüssel zeigt“, sagt Gold mit einem Augenzwinkern.

Und Berger betont, dass der Spiegel auf keinen Fall genau gegenüber der Bad-Tür platziert werden sollte, damit die Energie sich im Badezimmer entfalten kann. Hängt der Spiegel gegenüber der Tür, wird das Qi „direkt zurückgeworfen und wieder aus dem Badezimmer gelenkt. Suchen Sie daher lieben einen anderen Platz oder schließen Sie konsequent Ihre Tür“.

Übrigens: Auch die Oberflächen mancher Möbel oder Fliesen können spiegeln und sind „spiegelähnlich“. Sie sollten im Badezimmer eher sparsam verwendet werden. Gold gibt zudem zu bedenken, dass der Anteil von Fliesen im Bad auch „aus baubiologischen Gesichtspunkten möglichst gering gehalten werden sollte, damit die Wände beziehungsweise die Decke atmen können.“

Wohlbefinden-durch-Feng-Shui

Feng Shui bringt Wohlbefinden in unser Zuhause. © iStock / fotohunter

Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, Ihr Badezimmer nun nach Feng-Shui-Regeln einrichten. Dabei reicht es für den Anfang auch schon, einzelne Elemente zu verändern, etwa Grünpflanzen ins Bad zu integrieren oder für mehr Ordnung auf den Ablageflächen zu sorgen. Bei größeren Veränderungen, etwa, wenn Sie Ihr gesamtes Zuhause nach Feng Shui optimieren möchten, suchen Sie sich am besten Unterstützung von Experten.

 

Abbildung Ying-Yang-Symbol: © iStock.com / Boris25

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