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5 Gestaltungsideen, die Ihre Badezimmerwand zum Leben erwecken

Wenn Ihr Badezimmer einen neuen Look braucht, Sie aber nicht die ganze Einrichtung auswechseln möchten: 5 Wandgestaltungs-Ideen von Tapete bis Spiegel, die Ihr Bad wie neu aussehen lassen – ganz ohne Renovierung!

Frau in Kleid auf Badewanne vor klassischer blauer Tapete

Gestaltungs-Spielwiese Wand: Warum Sie Ihre vier Wände nicht vernachlässigen sollten

Woran denken Sie, wenn Sie die Wörter Badgestaltung und Badeinrichtung hören? Waschbecken, Badewanne und Duschvorhang? Gehen Sie einen Schritt weiter! Dann stehen Sie nämlich vor Ihrer Badezimmerwand – und aus der lässt sich eine Menge herausholen.

Wir haben Wandgestalter und Blogger nach ihren besten Tipps gefragt, um die eigenen vier (Badezimmer-)Wände zu verschönern: Ganz nach den Prinzipien der 10 Schritte, um zu ihrem Traumbad zu gelangen.

Tipp 1: Tapeten sind wieder in

Eine Badewanne vor drei Tapetenstilen

Von Vintage über Shabby Chic hin zu retro-modern – Ihren Tapetenwünschen sind heute keine Grenzen mehr gesetzt.

Tapeten im Bad – geht das denn überhaupt? Ja, und das schon seit einiger Zeit. Mit modernen wasser- und dampfbeständigen Vliestapeten können Sie sich die wieder neu in Mode gekommene Designbahnen bedenkenlos an Ihre Badezimmerwand hängen. Darauf sollten Sie achten:

  • Verwenden Sie ausschließlich Vliestapeten (keine Papier- oder Vinyltapeten). Das einseitig imprägnierte Material sorgt dafür, dass auch in Feuchträumen alles dort bleibt, wo es bleiben soll und kein Schimmel entsteht.
  • Ein weiterer Vorteil von Vliestapeten ist, dass sie sich wieder einfach und rückstandslos entfernen lassen.
  • Tapezieren Sie keine Wände, die direktem Spritzwasser ausgesetzt sind. Die Wand direkt hinter dem Duschvorhang sollte nach wie vor den Fliesen vorbehalten bleiben.
  • Auch zu kleine und schlecht durchlüftete Badezimmer können Ihrer Tapete auf Dauer zu Leibe rücken. Solange Sie Ihr Bad nicht zu feucht halten, sollten Sie allerdings keine Probleme haben.

Eine äußerst hilfreiche Videoanleitung für Tapezier-Einsteiger finden Sie übrigens hier.

Tapetendesign aus den 70ern

Nach vierzig Jahren wieder in Mode – Tapetendesigns aus den 70ern.

Das tolle an der modernen Tapetenkunst ist, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Bahnen den Designs heutzutage keine Grenzen gesetzt sind: Von einfachen Mustertapeten über Vintage-Modelle im Stil klassischer Tapeten bis hin zu den Retro-Modellen der 70er Jahre ist heute alles erhältlich.

Außerdem gibt es auch noch Techniken wie fotorealistische Tapeten, die dank modernem Digitaldruck Ihre flache Badezimmerwand in täuschend echte Materialien tauchen. Lassen Sie sich doch von der Vielfalt der Tapetenwelt zu Ihrer ganz eigenen Wandgestaltung inspirieren.

fotorealistische Tapete mit altem Holzlattendesign

Echtes Holz oder doch nur Tapete? Dank moderner Drucktechniken sind solche täuschend echten Designs möglich.

Tipp 2: Bordüren, Wandtattoos und Fliesensticker

Bordüren – die schmalere Tapete

Als kleine Schwester der Tapete gelten die schmaleren und nur Teile der Wand bedeckenden Bordüren. Hierbei handelt es sich um sogenannte „One-Stripe-Tapeten“, also Tapetendesigns, die nur aus einem Streifen bestehen und sowohl hochkant als auch quer an die Wand geklebt werden können.

Einige sehr schöne Bordüren haben wir bei Corinna Berghoffs Projekt annawand gefunden. Aber eignen die sich denn auch fürs Bad?

Unsere Bordüren und Wallpanels bestehen aus Vliestapete – und die kann auch ins Bad geklebt werden“, sagt sie auf unsere Nachfrage. Die selbstklebenden Bordüren halten selbst auf Fließen, wodurch sie tatsächlich jedes Bad verschönern können.

Corinna hat auch selbst einen Favoriten, der Ihr den Badeaufenthalt versüßt: „Ich persönlich mag positive Worte, die mich umgeben. Besonders morgens ist das schön und gibt Energie.“ Deshalb gibt es in ihrem Shop auch verschiedene Text-Bordüren mit ermutigenden Schriftzügen.

Drei verschiedene Bordürendesigns

Ob naturnah, orientalisch oder wortgewandt: Wandbordüren gibt es für jeden Geschmack.

Wandtattoos und Fliesensticker: Bilder kleben statt hängen

Verwandt mit Bordüren sind auch die sogenannten Wandtattoos und Fliesensticker. Während sich erstere mit ihrer unbeschränkten Auswahl an Motiven grundsätzlich für jede Wand Ihres Zuhauses eignen, können Fliesensticker auch gezielt zur Neueinfärbung Ihrer Fliesenwand genutzt werde, wie dieser Blogeintrag anschaulich zeigt. Der Vorteil der Fliesensticker: Sie können sie jederzeit wieder abziehen – und sparen sich dadurch die Renovierung.

Wenn Ihnen Tapeten nicht zusagen, Ihnen Fliesensticker aber nicht großflächig genug sind, können Sie sich bei einigen Shops auch ganze Fliesenposter drucken lassen – oft auch mit eigenen Designwünschen.

Wandsticker mit Piratenmotiven

Gerade Ihre Kinder werden mit Wandstickern großen Spaß haben – vor allem, wenn Sie sie auch noch selber anbringen dürfen. Die Piratensticker gibt es übrigens ebenfalls bei annawand.

Für Malbegabte: DIY-Wandtattoos

Wenn Sie gerne mit Pinsel und Farbe hantieren – und ein wenig Zeit und Geduld mitbringen – können Sie sich auch Ihr Lieblingsmotiv selbst an die Wand malen. Ein schönes Beispiel dazu haben wir hier gefunden.

Am einfachsten geht es, wenn Sie Ihr Motiv mit einem Beamer oder Projektor an die Wand strahlen und anschließend die Umrisse mit einem feinen Pinsel – oder sicherheitshalber zuerst mit einem Bleistift – nachmalen.

Für Profis, die sich das zutrauen, besteht natürlich die Option, das Motiv auch freihändig aufzumalen. Hierfür benötigen Sie allerdings einen guten Blick für die richtige Perspektive, sonst kann Ihr Wandtattoo schnell schief oder verzerrt geraten.

Danach können Sie damit anfangen, die Konturen nach und nach auszumalen. Dabei sollten Sie darauf achten, die Farbe nicht zu dünn aufzutragen. Zur Not lassen Sie die erste Farbschicht trocknen und tragen anschließend eine zweite Schicht auf.

Wie so etwas funktioniert, hat Bloggerin Petra alias Copycat vorgemacht:

Bleistiftskizze und wandtattoo eines Baums

Bleistiftskizze und fertiger Baum von Petra und ihrer Mitbewohnerin – alles in Handarbeit!

Tipp 3: Wandgestaltung mit Fliesenfarben

Wenn Sie Ihre Fliesen dauerhaft neu einfärben wollen, können Sie sich auch für Fliesenfarben aus dem Baumarkt entscheiden, um Ihr Badezimmer mit mehr Farbe zu versehen.

Rechtliches bei Fliesenfarben in Mietwohnungen
Im Gegensatz zu Tapeten und Wandstickern sind Fliesenfarben nicht wieder von den Fliesen zu entfernen. Zahlen Sie also Miete für Ihre Wohnung oder Ihr Haus, müssen Sie erst mit dem Vermieter abklären, ob Sie Ihre Fliesen überstreichen dürfen.

Fliesen streichen

Die richtige Fliesenfarbe bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen – Sie können Ihre Wand sogar mehrfarbig streichen, wenn Sie das wollen. Wenn Sie Ihren Lieblingsfarbton ausgewählt haben, sollten Sie diese sechs Schritte beim Streichen befolgen:

  1. Fugen nachbessern und Silikonfugen abkleben oder entfernen – Silikon lässt sich nicht überstreichen
  2. Fliesen fett-, staub- und schmutzfrei säubern
  3. Fliesen grundieren und anschließend 16-24 Stunden trocknen lassen
  4. Erste Farbschicht auftragen und mindestens 12 Stunden trocknen lassen
  5. Zweite Farbschicht auftragen und mindestens 48 Stunden trocknen lassen
  6. Nach der Aushärtung Fugen streichen und ggf. Silikonfugen erneuern

Die ausführliche Anleitung mit Tipps zu den einzelnen Materialien und Werkzeugen dazu finden Sie hier.

vielfarbige Fliesenanordnung

Jede Fliese eine andere Farbe – ein ganz einfache und kostenlose Hilfe, um passende Farbkombinationen zu finden, gibt es übrigens hier.

Fugen streichen

Nicht nur die Fliesen bestimmen das Wandbild im Bad – auch die Fugen können eine enorme Wirkung haben. Für gewöhnlich unscheinbar, können Sie sich überlegen, mit der richtigen Fugenfarbe gezielt Akzente zu setzen.

Sie haben dabei zwei Optionen:

  • Harmonische Fugenfarben: Harmonie mit Ihren Fliesen erreichen Sie, indem Sie ähnliche Farbtöne wie die Ihrer Fliesen wählen: Weiße Fliesen werden mit weißen bis hellgrauen Fugen, blaue mit blauen und blaugrauen kombiniert. Dadurch wirken auch die Fliesen selbst größer.
  • Akzentuierende Fugenfarben: Wollen Sie Ihr Fugengitter besonders hervorheben, können Sie kontrastierende, wenn nicht sogar komplementäre Farben verwenden: Weiße Fugen erhalten z.B. anthrazitfarbene, blaue Fliesen dagegen hellgraue bis weiße Fugen. Dadurch treten die Fliesen selbst in den Hintergrund und die Fugen werden zum dominierenden Gestaltungsfaktor. (Quelle)

Sollten Sie sich für den Einsatz von Fugenfarben entscheiden, ist eine Beratung durch einen Sanitärprofi oder einen Innenarchitekten von Vorteil. Denn eine falsch gewählte Fugenfarbe kann nicht nur für eine unruhige Raumatmosphäre sorgen, sondern die gesamte Harmonie Ihres Badezimmereindrucks zerstören.

Tipp 4: Spiegel – und zwar mehr als einen

maßgefertiger Badspiegel von concept2u

Spiegel nach Maß von concept2u – wofür das alles gut sein kann, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

Spieglein Spieglein Spieglein Spieglein – so viele?

Haben Sie Ihren Spiegel bisher immer als rein funktionalen Bestandteil Ihres Badezimmers wahrgenommen – eine Möglichkeit, sich selbst zu betrachten? Was, wenn Sie mehr daraus machen – zum Beispiel ein Designelement Ihrer Wand?

Gerade mit dem passenden Rahmen verwandeln sich kleine Spiegel in Sekundenschnelle in reflektierende Kunstwerke, die Ihr Badezimmer mit immer neuen Bildern verzieren – je nachdem, was sich darin abspielt. Mit unseren maßangefertigten Spiegeln können Sie sich Ihre ganz eigene Kollektion an Spiegelgrößen und Formen zusammenstellen und Ihre eigene Spiegelcollage zu erstellen.

Ein guter Ort, um nach alten und kunstvollen Rahmen zu suchen, wären z.B. die eBay-Kleinanzeigen oder Flohmärkte. Dann können Sie die Suche nach der passenden Wanddekoration gleich in einen aufregenden Shoppingtrip verwandeln.

zwei gerahmte Spiegel auf Badvorsprung

Der bescheidene Anfang einer Spiegelsammlung für die Wandgestaltung. Wie eine komplette Sammlung aussieht, zeigt Ihnen zum Beispiel dieses Pinterest-Board.

Noch mehr Spiegel: Spiegelfliesen

Eine weitere Möglichkeit, Spiegel für die Wandgestaltung zu verwenden, sind Spiegelfliesen. Gerade in der Kombination mit normalen Fliesen können Sie sich so Ihr ganz eigenes Mosaik an die Wand zaubern.

Da sich Spiegelfliesen besonders gut eignen, um gerade kleine Bäder zu vergrößern, haben wir in diesem Artikel bereits darüber geschrieben, wie Sie sie ganz einfach an Ihrer Wand befestigen können.

Tipp 5: Bilder- und bilderlose Rahmen

Unser letzter Tipp lehnt sich an Tipp Nummer 4 an: Statt Spiegel einzurahmen können Sie nämlich natürlich auch mit Ihrer eigenen Gemälde-, Stickereien- oder Postkartensammlung eine beeindruckende Wandgalerie schaffen.

Es geht auch noch ausgefallener: Sie können die Rahmen leer lassen – und die Lücken entweder mit der Wandgestaltung dahinter oder ganz einfach Ihrer eigenen Vorstellungskraft füllen.

Eine großartige Sammlung an Ideen zu Ihrer eigenen Bilder- und Bilderrahmen-Galerie haben wir auf dem Designblog Dishfunctional Designs gefunden. Noch mehr Anregungen – speziell für kleine Bäder – liefert der Wohnblog freshideen.

Rahmenkonstallion ohne Bilder

Rahmen Rahmen an der Wand – machen sich selbst ohne Bilder gut.

Nicht vergessen: ohne Licht ist nichts

Wir hoffen, Ihre Kreativität ein wenig dazu angespornt zu haben, die Wandgestaltung in Ihrem Badezimmer neu zu überdenken. Wenn Sie damit anfangen, vergessen Sie jedoch nicht die entsprechende Lichtplanung. Wenn Sie dazu noch mehr Tipps brauchen, lesen Sie am besten gleich hier weiter: Tipps für Lichtquellen im Bad

Wir wünschen viel Spaß bei der Wandgestaltung!

Bilder: Bild 1&2: © iStock.com / vicnt; Bild 2: © iStock.com / AlexandrMoroz; Bild 3: PD; Bild 4: iStock.com / 501room; Bild 5&6: © annwand.de; Bild 7: © justanothercopycat.blogspot.de; Bild 8: © iStock.com / fnalphotos; Bild 9: © concept2u.de; Bild 10: © iStock.com / Kwanchai_Khammuean; Bild 11: © iStock.com / taviphoto

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